Der schwäbische Kabarettist Mathias Richling kommt mit seinem neuen Programm, das im Oktober 2017 in Berlin uraufgeführt wird.

Die neue Richling-Show ist ebenso zukunftsweisend wie vergangenheitsbewältigend: unser reales Leben und sein virtuelles vielfach verschlüsseltes Abbild sind Thema des brandaktuellen neuesten Programms. Dabei ist natürlich nicht nur das gesamte Führungs-Personal des Deutschland-Konzerns. Selbstverständlich werden auch die selbstherrlich regierenden Herren Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Erdogan nicht verschont. Regie führt wie immer  Günter Verdin, der auch für das Bühnenbild verantwortlich ist. Richling, der von vielen Kritikern als der beste Parodist der deutschen Kabarett-Szene gefeiert wird, bringt seine jüngsten Beobachtungen wie immer in literarisch anspruchsvolle Form (über seine Texte gibt es bereits Magister-und Doktorarbeiten). Niemand aus Politik und Show bleibt verschont. Sie sollten nicht versäumen, die Qualität der völlig neuen Richling-Parodien live zu überprüfen!

Wenn Richling Richling spielt, dann sind das natürlich unendlich viele. Der Kabarettist holt nicht nur fast das gesamte aktuelle Politpersonal auf die Bühne, sondern auch Personen, deren historische Bedeutung wenigstens ein satirische Nachhaken rechtfertigt. In seinem neuen Programm begegnet die politische Wirklichkeit der Geschichte. Richling untersucht mit satirischen Mitteln die Parallelen in der Entwicklung der Machtverhältnisse damals und heute, und dabei lässt sich nicht verhindern, dass es für das Publikum zur Begegnung mit populären Richling- Klassikern kommt wie Angela Merkels Besuch bei Sigmund Freud oder Ex-Bundespräsident Köhler im verzweifelten Kampf mit dem Teleprompter. Richling, der bekanntlich mit üppig bestückten Bühnenbildern seines Regisseurs Günter Verdin reist, kommt diesmal mit einem einzigen Stuhl aus. Er trägt damit der Feuilleton-These Rechnung, dass es reicht, einen Stuhl auf die Bühne zu stellen, um Kabarett zu machen. Richling und ein Stuhl ... das kann spannend werden!



Fotos: © Raphael Krötz